Ein Umzug bringt viele Aufgaben gleichzeitig mit sich: Kartons packen, Helfer organisieren, neue Adresse mitteilen. Damit am Einzugstag aber auch Licht, Kühlschrank, Heizung und Warmwasser funktionieren, sollten Sie Strom und Gas rechtzeitig auf dem Zettel haben. Die gute Nachricht: Mit wenigen Schritten lässt sich die Energieversorgung zuverlässig organisieren. Besonders wichtig sind die rechtzeitige Umzugsmitteilung, korrekte Zählerstände und ein Blick auf die neuen Regeln zum 24-Stunden-Lieferantenwechsel.
Strom und Gas beim Umzug rechtzeitig ummelden
Ihr Strom- oder Gasvertrag endet nicht automatisch, wenn Sie aus einer Wohnung ausziehen. Melden Sie deshalb die alte Adresse ab und die neue Adresse an. Andernfalls kann es passieren, dass Sie weiter für Verbrauch an der bisherigen Wohnung zahlen oder in der neuen Wohnung zunächst in die Grund- beziehungsweise Ersatzversorgung fallen.
Die SVO empfiehlt, den Umzug mindestens 14 Tage vor dem Einzug mitzuteilen. Für die Anmeldung benötigen Sie:
neue Adresse und Einzugsdatum,
Zählernummer,
aktuellen Zählerstand am Einzugstag,
bei einem Anbieterwechsel möglichst auch die MaLo-ID (Marktlokations-Identifikationsnummer) von Ihrer Stromrechnung.
Für Gas gelten dieselben Fristen. Gerade während der Heizperiode lohnt es sich, die Anmeldung frühzeitig zu erledigen.
24-Stunden-Lieferantenwechsel: Was bedeutet das beim Umzug?
Seit Juni 2025 wird der technische Wechsel des Stromlieferanten an Werktagen innerhalb von 24 Stunden umgesetzt. Das klingt zunächst nach einer spontanen Lösung für kurzfristige Umzüge, ist aber kein Ersatz für eine rechtzeitige Planung.
Denn: An- und Abmeldungen können nicht rückwirkend erfolgen. Wer seinen Auszug oder Einzug erst nachträglich meldet, kann den Vertrag nicht mehr rückwirkend auf das tatsächliche Datum ändern lassen. Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen gelten ebenfalls weiterhin.
Für einen reibungslosen Umzug bedeutet das: Melden Sie Ihren Wohnungswechsel frühzeitig, idealerweise zwei Wochen vorher. So kann die Belieferung ab dem ersten Tag im neuen Zuhause eingerichtet werden – ohne unnötige Rückfragen oder eine vorübergehende Ersatzversorgung.
Am Umzugstag: Zählerstände dokumentieren
Zählerstände entscheiden darüber, welcher Verbrauch Ihnen tatsächlich zugerechnet wird. Lesen Sie deshalb am Auszugstag den Strom- und gegebenenfalls Gaszähler in der alten Wohnung ab. Am Einzugstag erfassen Sie die Werte in der neuen Wohnung.
Am einfachsten geht es so:
Zählerstand und Zählernummer ablesen.
Ein Foto vom Zähler mit gut erkennbarem Stand machen.
Wert und Datum ins Wohnungsübergabeprotokoll eintragen.
Zählerstände an die SVO oder den jeweiligen Energieversorger übermitteln.
Diese wenigen Minuten schützen vor späteren Unklarheiten bei der Schlussabrechnung oder beim Start der neuen Belieferung.
Die wichtigsten allgemeinen Umzugstipps
Energie ist wichtig, aber auch einige andere Aufgaben sollten rechtzeitig geplant werden. Beschränken Sie sich auf die Punkte, die wirklich Zeit oder Fristen brauchen:
Nachsendeauftrag einrichten: Damit wichtige Post nicht verloren geht.
Wohnsitz ummelden: Nach dem Einzug beim zuständigen Einwohnermeldeamt; in Celle können Termine und Informationen beispielsweise online geprüft werden. Der Landkreis Celle bietet auch online Informationen an.
Internet frühzeitig prüfen: Am neuen Wohnort kann sich Verfügbarkeit oder Anschlusstechnik unterscheiden.
Übergabetermin vorbereiten: Übergabeprotokoll, Fotos von Zählern und möglichen Mängeln sowie alle Schlüssel bereitlegen.
Umzugstag entlasten: Wichtige Unterlagen, Ladegeräte, Medikamente, Werkzeug und Verpflegung gehören in eine separate Tasche.
Für die konkrete Planung bietet Ihnen die SVO eine kostenlose Umzug-Checkliste an. Dort finden Sie weitere Aufgaben rund um An- und Abmeldungen, den Umzugstag und die ersten Tage in der neuen Wohnung.
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